Unsere Zuchthündinnen
Ashanra vom Aralsee
die Nachzucht aus unserem ersten Wurf !!
geb.: 24.06.1997
Größe: 65 cm
Aussehen , feminine, elegante Hündin von guter Größe
Errungene Titel :
Deutscher Champion VDH
Klubsieger 2000
Alle Anwartschaften zuerkannt für :
Deutscher Champion KFT
Ausstellungsleistungen von Februar 1999 bis August 2000, mit Babyunterbrechung
21 Starts,
12 Mal V1,
7 Mal V2 ( nur geschlagen von ihrer Schwester Anuschka- Dotsch ),
3 Mal CACIB,
6 Mal beste Hündin,
2 Mal Rassebeste.
AHNENTAFEL
Schicksal oder Gottes Fügung ???
Erstaunlicher Weise kann man echte Parallelen ziehen zwischen Mama Anuschka und Tochter Ashanra.
Zunächst aber begann Ashanras Leben wie das aller unserer Babys.
Nachdem sie mit 12 Wochen bei uns auszog und zu ihren neuen Eltern zog, war erst einmal alles bestens.
Natürlich hatte ich Ashanras zukünftige Besitzer sehr genau unter die Lupe genommen.
Als vormalige Riesenschnauzer Besitzer mit dem Wunsch auf dem Hundeplatz tätig zu werden und einem Frauchen, das den ganzen Tag zu Hause war, schien mir alles optimal zu sein.
Die Rückmeldungen des ersten Jahres und die Besuche schienen das zu bestätigen.
Man schien rundum zufrieden zu sein mit Ashanra.
Irgendwann kamen dann die ersten leicht bedenklichen Äußerungen, daß Ashanra so schlecht alleine bleiben würde.
Sie würde dann immer so laut jammern.
Meine Gedanken gingen natürlich in die Richtung, daß Frauchen, da sie ja angeblich immer zu Hause war, wohl zu wenig mit dem Hund geübt hatte auch mal alleine zu bleiben und ich legte ihr nahe, doch nun einmal schnell damit zu beginnen.
Offensichtlich war die Situation jedoch eine ganz andere, wie sich im Nachhinein heraus stellte.
Es war offensichtlich so, daß im Gegenteil Ashanra augenscheinlich viel, viel zu oft und zu lange alleine war.
Wie ich später erfuhr musste Frauchen nämlich wohl wegen finazieller Schwierigkeiten nun auch wieder den ganzen Tag arbeiten und hatte keine Zeit mehr für den Hund.
Wie auch immer, eines schönen Tages im Dezember 1998 klingelte es und Ashanra nebst Frauchen standen vor der Tür.
Natürlich bat ich sie hinein und servierte einen Kaffee.
Frauchen ging noch einmal kurz hinaus um das Herrchen zu holen, welches im Auto sitzen sollte und telefonieren sollte, ...... und....... kam nicht wieder !!!!
Als ich nach einiger Zeit merkte, daß Ashanra offensichtlich bei uns abgegeben wurde und nun wohl wieder MEIN Hund war, war ich doch erst einmal ziemlich fassungslos.
Nun denn, da war sie nun, mittlerweile knapp 18 Monate alt, mager ( sie soll immer sehr schlecht gefressen haben ), abgeschoren bis auf das letzte Haar ( Beinbehang, Bauchbehang, Gesichtsbehang, einfach alles ).
Was soll ich sagen, sie sah nicht gerade berauschend aus !!!!
Unwillkürlich musste ich an ihre Mama denken, als diese damals zu uns kam !!
Das Ashanra ganz offensichtlich viel zu kurz gekommen war, zeigten die ersten Spaziergänge.
Bei unserem allerersten, gemeinsamen Gang öffnete ich die Wagentür und Ashanra schoß wie ein Geschoß aus dem Wagen, raste wie irre los und sprang mit einem Riesensatz in den Elbe- Lübeck Kanal.
Das war um so aussagekräftiger, als sich später heraus stellte, daß sie ansich wasserscheu war !!!
Ashanra war am ersten Tag und in der folgenden Woche bei jedem Spaziergang so aus dem Häusschen, als wäre sie monatelang nicht draussen gewesen
( was wohl so oder ähnlich auch der Fall war ).
Sie raste ununterbrochen nur wie wild hin und her und um die Bäume herum und den Deich hoch und runter ohne auch nur eine Pause einzulegen so, als würde dieses unwiderruflich der letzte Spaziergang ihres Lebens sein.
In den nachfolgenden drei Wochen wurde ihr Verhalten zusehens normaler. Zunächst fand sie schon hin und wieder einmal Zeit ihr Rennen zu unterbrechen um zu schnüffeln, wenn etwas besonders gut roch. Bald darauf blieb sie schon hin und wieder einfach nur so mal stehen um sich umzusehen und etwa den Vögeln nachzuschauen oder ähnliches. Kurz und gut, sie wurde ausgeglichener und ruhiger und viel, viel angenehmer !!
In der ersten Zeit nach Ashanras Rückkehr stellte sich dann auch heraus, daß offensichtlich die ganze Hundeplatzgeschichte und das Erzählen von den großen Plänen bezüglich Ashanras geplanter Ausbildung wohl er Wunschdenken waren !!!
Wir stellten fest, daß Ashanra offensichtlich gar keine Jugend hatte, die sie hätte genießen können.
Weder Beutespiele waren ihr ein Begriff, noch Apportierspiele spielen oder etwa baden gehen. Ashanra wusste einfach nicht, wie man Spass hat !!!
Gottseidank lernte sie aber sehr schnell von den anderen Rudelmitgliedern.
Schaute sie zunächst den Bällen, die man warf nur fragend hinterher, so wurde sie doch sehr schnell durch die Bringfreude der anderen motiviert und fing bald an, wenigstens schon einmal mit zu rennen, wenn auch nur, weil die anderen es ja taten.
Da Ashanra sehr, sehr schnell ist, kam es des öfteren vor, daß sie als erste beim Ball ankam. Was aber sollte sie damit tun ????
Sie versuchte also dann schon einmal den Ball probehalber in die Schnauze zu nehmen, doch was soll man dort damit ???
Nach ein paar Schritten liess sie ihn immer gleich wieder fallen.
Jedoch macht bekanntlich Übung den Meister und Ashnara lernte nach und nach den Ball immer länger und länger zu tragen, bis sie es eines Tages bis zu uns schaffte und dann feststellte, dass der Ball dann wieder geworfen wird und sie ihn wieder jagen darf.
Heute ist sie eine begeisterte Ballspielerin und so leicht schaffte es keiner schneller zu sein als sie, wenn es darum geht den Ball wieder zu bringen und unermüdlich weiter zu spielen !!!
Ähnlich verhielt es sich auch mit den Beutespielen und dem Baden. Beim Baden zum Beispiel sah es anfänglich so aus, als wäre Wasser für Ashanra ausschliesslich zum trinken da.
Gottseidank ist Mama eine ausgesprochene Wasserratte und dreht immer fleißig ihre Runden im See und apportiert mit Vorliebe Gegenstände aus dem Wasser.
Für die neugierige Ashanra nun war es kaum zu ertragen, daß Mama weg schwamm und sie aus Angst am Ufer stehen bleiben musste. Dass das Temperamentsbündel Ashanra das nicht lange mit ansehen kann, war eigentlich klar !!!
Mit dem Anreiz des Ball apportierens und unter Ausnutzung ihres Ehrgeizes alles als erste zu bekommen und zurück zu bringen hatte sie das Schwimmen sehr, sehr schnell raus.
Mittlerweile ist sie gnauso begeistert davon wie ihre Mama und fast noch schneller im Wasser !!!
So wie mit den aufgeführten Beispielen verhielt es sich ansich bei allem neuen, was Ashanra kennen lernte.
Sie war wahnsinnig neugierig, lernbegierig und dazu noch sehr, sehr temperamentvoll. So war ansich alles was sie zu lernen hatte kein Problem !!!
Mit der Zeit wurde auch das Haar etwas länger und der Hund wurde wieder ansehnlicher.
Anatomisch war sie wirklich ein schönes Mädchen.
Also wollte ich sie nun, da fest stand, dass sie hier bleiben würde natürlich auch einmal ausstellen.
Dieses schien ein schwieriges Unterfangen zu werden, denn zu allem Überfluss hatten die Vorbesitzer ihr auch noch beigebracht, sich nicht von fremden Personen anfassen zu lassen.
Es wurde also höchste Zeit dieses zu üben. Außerdem musste sie nun, mit 18 Monaten schnellstens lernen sich im Ring zu bewegen und mit der Ausstellungsatmosphäre zurecht zu kommen.
Nun weiss sicher jeder, der seinen Russen schon einmal abgeschoren hat, dass in 2 Monaten das Fell noch lange nicht wieder nachgewachsen ist !!!
Doch was sollte ich tun, wenn sie es nun nicht bald lernen würde, wann denn dann ????
Also meldete ich sie zunächst auf einer kleinen Doppelausstellung im Norden.
Am ersten Tag langte es gerade eben für den letzten Platz mit einem SG.
Am zweiten Tag, an dem ein Richter da war, der mehr Wert auf Anatomie und Gangwerk, als auf Haare legte, errang Ashanra dann schon einen tollen 2. Platz hinter ihrer Schwester Anuschka- Dotsch so, wie es in der kommenden Zeit noch öfter sein sollte.
Wir waren mit diesem Ergebnis sehr zufrieden und Ashanra benahm sich vorbildlich !!! Sie hatte Spass daran sich im Ring zu präsentieren und sie war brav und artig beim Abtasten und Zähne gucken !!! Was wollten wir mehr ???
Leider gibt es immer wieder Züchterkollegen, die in allem, was Konkurrenten tun, etwas schlechtes sehen wollen.
Zudem ist es wohl zugegebener Maßen sehr schwer mit seinen toll gestylten Hunden hinter einem fast nackten Newcommer zu stehen, was dann auch leider zu bösartigen Kommentaren Anlaß gab.
Da waren dann im Nachhinein Dinge zu hören wie etwa, dass ein seriöser Züchter seinen Hund in diesem Zustand nicht präsentieren würde !!!
Ich muss an dieser Stelle einfach einmal ein paar Sätze dazu schreiben einfach, weil mich so viel Unverständnis, Neid und Bösartigkeit doch sehr, sehr enttäuscht und verärgert hat.
Es kann doch nicht immer nur um Pokale und um 1. Plätze gehen, oder ???
Es muss doch auch darum gehen, dem Hund etwas beizubringen und ihn so früh wie möglich an alles zu gewöhnen. Das ist das, was ich meinen Welpeneltern immer predige, nehmt eure Hunde möglichst überall mit hin und zeigt ihnen möglichst von Anfang an alles, was möglich ist. was der Hund früh lernt, davor hat er später keine Angst !!!!!
Da Ashanra bisher aber jegliche Erlebnisse entgangen waren, war es mir sehr wichtig und ich halte es auch für absolut richtig, ihr alles nachträglich zu zeigen und beizugringen.
Wann hätte ich denn nach Meinung der betreffenden "Kollegin" anfangen sollen ihr etwas beizubringen ????
Etwa ein Jahr später, wenn das Haar wieder in voller Länge nachgewachsen wäre ???
Ein bisschen spät, nicht wahr ??!!
Ich denke, wenn man nicht dem Zwang unterliegt immer an erster Stelle stehen zu müssen, dann kann man sich auch unter widrigeren Umständen wie in diesem Falle nicht blamieren !!!
Was das ganze mit Seriösität zu tun hat, weiss ich bis heute nicht.
Sicherlich werden meine Welpeneltern gerne bestätigen, dass ich eine absolut seriöse Züchterin bin und mit Herz, Verstand und Liebe bei der Sache bin !!!
Diese Abschweifenden Erläuterungen sollten nur mal so nebenbei ein kleiner Beitrag zum Thema Fairnes und Kollegialität sein !!!
Dass ich richtig gehandelt habe und Ashanra gleich von Anfang an mit ausgestellt habe, das hat sich an den von ihr errungenen Ergebnissen wohl mittlerweile hinreichend selber bewiesen.
Ich denke, dass die Aussteller hier doch ruhig etwas mehr Vertrauen zu den Richtern haben sollten, denn gerade meine Erfahrungen mit Ashanra zeigten mir wieder ganz deutlich, dass es den meisten Richter viel mehr auf Erscheinung, Ausstrahlung, Gebäude und Gangwerk als NUR um Haar geht !!!!
Ashanra wird sicherlich noch einige Erfolge auf kommenden Ausstellungen verbuchen können und ich bin schon gespannt auf die kommende Ausstellungssaison !!!
Diese wird aber dieses Jahr hoffentlich von Ashanras ersten Babys unterbrochen werden
Wir planen einenWurf mit ihr und dem HD freien Championrüden Ubarin vom Wamboldersand, der auch schon der Vater von Anuschkas letztem Wurf war.
Aus diesem Wurf werde ich mir wieder Nachzucht behalten können nd so werden hier hoffentlich schon bald drei Generationen im Hause versammelt sein und unsere Zucht im besten Sinne weiter bestehen lassen.
ich verspreche mir viel, gerade von dieser Verpaarung, denn schon der Wurf mit Anuschka und Ubarin war wirklich sehr vielversprechend !!!
In diesem Sinne, sehen wir, was die Zukunft bringt.
Erst einmal viele Grüsse, natürlich auch von Ashanra und..... besuchen Sie uns doch mal !!!!
Ein Jahr ist vergangen, was in dieser Zeit geschah.
Ashanras Babys im letzten Jahr haben ihrer Kondition nichts anhaben können.
Augrund von Unregelmäßigkeiten während der Trächtigkeit sind es nur vier Welpen
geworden. Diese zu versorgen machte Ashanra keine sonderliche Mühe.
Es war für Ashanra und natürlich für uns eine riesige Freude und ein toller Erfolg,
daß das Mädchen kurz nachdem sie ihren ersten Wurf hatte ( die Babys waren gerade 10 Wochen alt ),
auf der Klubsiegerschau 2000 den Titel Klubsiegerin mit nach Hause bringen konnte.
Sie weitere Ausstellungssaison bescherte ihr und uns noch so manchen schönen Erfolg.
Im Winter konnte sich Ashanra dann wie immer ausschließlich und ausgiebig ihren Hobby widmen.
In diesem Jahr wird es wohl wenn überhaupt nur zum Ende der Ausstellungssaison noch einmal die
Gelegenheit für uns geben Ashanra zu zeigen, denn in der ersten Aprilwoche wird sie nun zum zweiten
Mal selber Mutter werden.
Vater der Welpen wird Laschot vom Don sein, mit dem auch schon im letzten Jahr Ashanras Mama einen
hervorragenden Wurf Welpen hatte. Wir hoffen, daß Ashanras Babys genauso gesund und hübsch
werden, wie die ihrer Mama mit Laschot.
Selbstverständlich werden wir Sie weiter auf dem Laufenden halten.
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© updated 06.03.2001 by Sylvia Sälzer. email:
Sylvia.Saelzer@vom-Aralsee.de