
Unsere Franzie und ihre Entwicklung.
Franzie kam zu uns und vom ersten Tag an stand fest, dass dieses rotzfreche kleine
Tierchen noch lange keine FRANZIE war. Das Franzie wollte hier erst verdient werden.
Zunächst einmal kam hier ein Fratzi, Fratz, Möhrchen, alles, nur kein gesittetes,
braves FRANZIE !
Unser Fratz zeigte sich hier, wie auch schon bei ihren Geschwistern selbstsicher,
sehr temperamentvoll, lustig, immer zu Späßen bereit. Eben einfach fratzig....!
Unser Fratzi war von Anfang an eine Bereicherung auf der ganzen Linie. Immer fröhlich,
immer schalkhaft, immer gut gelaunt und irgendwie immer in der Lage alle anderen
Hunde mit ihrer guten Laune zu animieren und anzustecken.
Franzie schaffte es und schafft es heute noch, sogar unsere ältesten Senioren zu einem
kleinen, lustigen Haschmich Spiel zu animieren. Auch war es von Anfang an, bis zum
heutigen Tage so, dass Franzie einen absoluten Freifahrtschein zu haben scheint.
Franzie konnte und kann auch heute noch Verhaltensweisen an den Tag legen, die jedem
anderen in unserem Rudel sofort eine deutliche Zurechtweisung einbringen würde.
Das schönste aber ist, dass die grossen ihr Franzielein immer noch gegen
" böse" Artgenossen beschützen und dabei ist es egal, ob Franzie vielleicht der
Übeltäter war, der gerade zuvor dem Kollegen einen Lecker gestohlen hat und dieser
nur seinen Lecker wieder haben möchte oder ob Franzie wirklich einmal zu Unrecht
von einem Artgenossen schief angeschaut wurde. Franzie wird beschützt wie es sich
für ein kleines, von allen geliebtes Rudelmitglied gehört.
Als es bei uns die ersten Russenwelpen nach Franzies Einzug gab, stellte sich heraus,
dass der Fratz auch unsere hauseigene Marry Poppins war. Ein besseres Kindermädchen konnte
es nicht geben ! Franzie beschäftigte die kleinen Russenwelpen bestens. Sie spielte mit
ihnen, erzog sie absolut sicher und souverän und war für die kleinen Schwarzen einfach
der Hit. Damals dachte ich noch, dass sie deshalb so gut mit den schwarzen Welpen
harmonierte, weil sie ja selber noch sehr jung war und gleich und gleich gesellt sich
ja bekanntlich gerne. Diese Annahme war jedoch ein Irrtum, denn auch heute noch, als
erwachsenes Wheatenmädchen liebt sie es, wenn Welpen da sind diese zu erziehen und
mit ihnen zu spielen.
Franzie unser Kindermädchen........
..... hier 6 Monate alt
.....und unermüdlich.
.... im Babyeinsatz
Kurz und gut, Franzie ist wirklich das Beste was unserem Rudel passieren konnte.
Wir alle lieben sie heiss und innig und sind dem kleinen, lustigen Kobold mittlerweile
hoffnungslos verfallen. Wie war es nur, bevor der Fratz zu uns kam ? Es kann nur
furchtbar langweilig gewesen sein !
Warum nun der Wunsch mit Franzie zu züchten ?
Man sollte doch meinen, das wir mit der engagierten Zucht unserer Schwarzen Terrier
voll ausgelastet wären.
Das ist sicherlich auch richtig. Eigentlich sind wir mit der Zucht unserer Schwarzen
vollauf ausgelastet. Und doch..... das Franzielein hat sich so prima entwickelt,
sie hat so viele Vorzüge, die sie an ihren Nachwuchs weiter geben kann. Meiner
Meinung nach gehört dieser Hund einfach in die Zucht.
Wie kam der Wunsch auf ?
Franzie war natürlich von Anfang an mit auf den Ausstellungen, wenn ich mit den
grossen, schwarzen Kollegen unterwegs war. Von klein auf zeigte sie sich hier einfach
super. Sie ging schwanzwedelnd und ohne jede Scheu auf Mensch und Hund zu, war immer
und zu jedem freundlich und strotzte nur so vor Selbstbewusstsein.
Gerade weil unser Fratzie sich so zeigte, fiel mir auf, dass dieses Verhalten leider
nicht selbstverständlich bei den Wheaten ist. Allzu oft reagierten Rassekollegen
auf Franzies freundliche Annährungsversuche ängstlich und etwas bedrängt, sogar
aggressiv. Ängstliches Verhalten sehe ich leider auch immer wieder, wenn Wheaten
im Ring präsentiert werden oder sogar einfach im Umgang mit fremden Menschen und
Situationen. Das hat mich erschreckt, denn das ist nicht das Verhalten, das einen
Irish Soft Coated Wheaten Terrier auszeichnet. Das ist rasseuntypisch !
Bei all den Eindrücken, die ich hier gewann, wurde mir erst so richtig bewusst, was
für ein Goldstück unsere Franzie eigentlich ist und was für ein Glück wir mit ihr haben.
Franzie hat wirklich ein tolles, optimales Wesen.
Das stand also schon sehr schnell fest.
Was damals noch nicht fest stand war, wie sich Franzie ansonsten entwickeln würde.
Das ihr Borstenhaar volle 3 Jahre brauchen würde, bis es im vollen Wheatenglanz
erstrahlen würde, das sagte uns ein erfahrener Wheatenzüchter schon bei einer unserer
ersten Ausstellungen auf denen Franzie als Besucher war. " Mach Dir keine allzugrossen
Hoffnungen in der Jugendklasse". Das sagte uns der Züchter von Franzies Vater damals.
Er sagte aber auch . " Warte nur ab, der Fratz, der wird mal schön".
Was soll ich sagen, er hatte wirklich Recht damit. Natürlich ist es nicht so, dass
Franzie perfekt und fehlerfrei ist. Zum Beispiel ist sie für eine Hündin eigentlich
etwas zu gross. Dennoch ist Franzie ein wirklich hübsches Mädchen geworden. Sie hat
eine schöne Anatomie, ein prima Haarkleid mit sehr schöner Farbe, hat ein tolles
Pigment, sehr schöne, gerade Zähne mit einem prima Scherengebiss und sie zeigt und bewegt
sich prima im Ring. Immer interessiert, immer freundlich, immer den Schwanz und das
Köpfchen aufmerksam hoch erhoben.
Diese ganzen Vorzüge machen Franzie für uns nicht nur unentbehrlich sondern wie ich
denke, sie auch wichtig für die Wheaten Zucht.
Wir sind so überzeugt von unserem Fratz, das wir nun beschlossen haben, dass sie
selber Mutter werden soll und sich nicht nur mit Pflegekindern begnügen muss.
Wir hoffen, das Franzie ihren kleinen, vielleicht nicht unwichtigen Beitrag zur
deutschen Wheatenzucht beitragen wird und das ihre Babys Franzies Vorzüge
erben werden.
Da mir, wie ich schon erwähnte das Wesen sehr wichtig ist, suchten wir natürlich
für Franzies ersten Wurf einen Vater, der hier ebenso sicher und liebenswert ist,
wie sie selber. Noch dazu mussten wir natürlich auf Franzies Schwäche ( ihre Grösse )
achten. Dabei erhalten wollten wir natürlich ihre Vorzüge wie z.B. Farbe und Haarkleid.
Gar nicht ganz so einfach hier das optimale Gegenstück zu finden.
Ich denke jedoch mit Sundance Prince ist uns dieses gelungen.
Prince ( Balou ) war eine Zufallsbekanntschaft, denn eines unserer Russenbabys
sollte Balous Familie komplettieren. Natürlich war Balou mit von der Partie als
Herrchen und Frauchen hier waren um sich die kleinen, schwarzen anzusehen.
Was soll ich sagen, Balou war DER perfekte Mann für Franzie. Selber aus einer
Linie stammend, die bekannt war für Hunde die eher in die etwas kleinere Richtung
gingen, war dieser Umstand schon einmal perfekt für Franzie.
Was aber mindestens ebenso wichtig ist, ist das Wesen, das dem von Franzie sehr, sehr
ähnlich ist. Auch Balou ist ein freundlicher, frecher Wheaten, wie man ihn sich
vorstellt. Als optimale Beigabe hatte auch Balou das schöne, irische Haarkleid mit
einer tollen Farbe.
Leider wurde Balou bis dahin noch nie ausgestellt, geschweige denn, das er eine
Zuchtzulassung gehabt hätte.
Zu unserem Glück war Balous Familie aber direkt bereit alles nachzuholen und so
bekam also im Januar diesen Jahres der 6 Jährige Balou seine Zuchtzulassung mit
einer sehr schönen Beurteilung.
Wir sind überzeugt davon, dass die beiden ein echtes Dreamteam sind und prima
zusammen passen. Mal ganz davon abgesehen lieben die beiden sich heiss und innig.
Wir rechnen jetzt täglich mit Franzies Läufigkeit und können es jetzt schon nicht
mehr erwarten, bis es endlich so weit ist, das kleine, blonde Babys unsere
Welpenstube unsicher machen.
Nun wisst ihr also alles über Franzie und wie alles begann.
Das soll nun auch für heute genug berichtet sein. Sicherlich werde ich bald wieder
von Franzie berichten. Spätestens, wenn Franzies erste Babys anstehen.
Bis dahin erst einmal tschüs, Franzie, die Russenbande und die Sälzers.
27.02.2002
Oktober 2005:
NUN SIND 3 JAHRE VERGANGEN !
Was wir uns bisher erhofft haben, hat sich bewahrheitet.
Unser Fratz ist nicht nur das perfekte Kindermädchen für fremde Welpen, sondern auch die Supermami für die eigene Nachzucht.
Nach nunmehr drei Würfen kann ich nur sagen, dass alles, was bisher in unserem Wheatenzuchtgeschehen passiert ist, unsere Erwartungen bei weitem übertroffen hat.
Nicht nur, dass Franzi eine perfekte Mama ist, sie ist offensichtlich auch eine hervorragende Vererberin.
Mit nun zwei verschiedenen Rüden verpaart hat sie gleichbleibend rein irische, wesensfeste und vor allem kerngesunde Nachzucht zur Welt gebracht.
Ich sagte es ja von Anfang an, unser Fratz ist spitze !!
Mehr über diese können Sie in den Berichten über die einzelnen Würfe nachlesen.