Wie jeden Mittag waren wir natürlich auch heute zur großen Runde mit unseren
Hunden unterwegs.
Das eigentlich ist ja nichts besonderes. Nicht einmal das Wetter war besonders. Von meinen
Freunden höre ich in den letzten Tagen bundeweit, dass dort überall schönstes Wetter vorherrscht.
Zwar ist es überall, wie hier auch eisigkalt, jedoch die Sonne soll überall ( außer bei uns )
strahlen und die kurzen Tage verschönern.
Hier ist es bei weitem nicht so schön. Seit Tagen liegen dicke Nebelschwaden über den
Feldern und Kanälen, welche den ganzen Tag über nicht verschwinden.
Trotzdem oder gerade deshalb sieht die Landschaft hier zur Zeit einfach wunderschön aus.
Der Nebel setzt sich als Reif auf dem Gras der Weiden, den Zweigen der Bäume, den
Büschen und sogar am Draht der Weideumzäunungen und an den daran befindlichen
Schafswollresten und Spinnenweben fest und gibt allem einen silbrigen Glanz.
Trotz des fehlenden Sonnenscheines steigt bei der Betrachtung dieser Naturschönheit
einfach eine Art Glücksgefühl in einem hoch.
Der Nebel dämpft alle Geräusche des Umfeldes ab und aus dem benachbarten Ort ist nicht
einmal wie sonst, das gelegentliche Bellen der Dorfhunde zu hören.
Wir hatten das Gefühl als seine unsere Hunde und wir die einzigen Lebewesen weit und breit.
Für unsere Hunde war dieses Wetter ganz offensichtlich optimal und auch ihre Stimmung
war bestens.
Alle fünf tobten, spielen und schnüffelten gründlich im überfrorenen Gras und an den
Maulwurfshügeln auf den Wiesen. Nach kurzer Zeit waren alle Bärte weiss und
eingefroren. Man hatte den Eindruck, dass man die Haare abbrechen würde, wenn man sie
nur berührt hätte.
Die Allee, auf der wir spazieren waren liegt direkt auf der Grenze zwischen Schleswig- Holstein
und Mecklenburg- Vorpommern gesäumt auf der linken Seite vom Elbe- Lübeck Kanal, dem
dazugeörigen Kanaldeich, sowie einer Reihe alter, hoher Bäume und auf der rechten Seite
zunächst von Viehweiden und dann von einem großen See, dessen Ufer mit Schilfgras
bewachsen sind ( übrigens im Sommer eine prima Badegelegenheit für die Hunde !).
Dieser See war hauchdünn zugefroren und Bläschen bildeten sich unter dem Eis.
Die Hunde waren auch hiervon völlig fasziniert und nahmen die Gelegenheit war die aus dem
Wasser wachsenden Schilfbüschel gründlich zu untersuchen, welche ohne eine Trittplattform
aus Eis sonst ja nicht möglich ist.
Nach dem Spielen gingen Ashanra und Joschi, die inzwischen durstig geworden waren an den
Kanal zum Trinken. Natürlich verschwanden sie bis zum Bauch im eisigenWasser.
Als sie weiter liefen war innerhalb kürzester Zeit das komplette Bein und Bauchhaar weiß
gefroren. So paßten sich die beiden dann selber auch noch optisch der Umgebung an.
Gegen Ende des Spazierganges wurde das Schnüffeln, Rennen und Spielen der Meute deutlich
weniger und man hatte den Eindruck, dass auch die Hunde auf dem letzten Stück des Weges
anfingen mehr und mehr die Stimmung und die Landschaft um sie herum in sich aufzunehmen
und zu genießen.
Als der Spaziergang beendet war und wir alle zu Hause im Warmen angekommen waren,
merkte man auch den Hunden ganz deutlich an wie zufrieden sie waren und wie schön auch für
sie dieser herrliche Spaziergang an diesem herrlichen Tag, mit dem ansich gar nicht so
herrlichen Wetter war !!!
Herzliche Grüße senden
Sylvia u. Peter Sälzer,
Schwarze Terrier „vom Aralsee“
Tel.: ( 0 41 53 ) / 58 23 61