Bei einem persönlichen Informationsgespräch kann man sich außerdem selbst von der Haltung der Tiere und vom Umgang des Züchters mit seinen Hunden überzeugen. Man kann bei solchen Gelegenheiten schon sehr gut feststellen ob einem das gesehene zusagt oder nicht. Man hat die Gelegenheit bei solche einem Besuch auch die Mutter des vielleicht zukünftigen Familienzuwachses kennen zu lernen. Man kann sich über ihr Wesen und ihre Art informieren. Das Wesen der Elterntiere ist auf jeden Fall zu berücksichtigen plant man sich einen zuverlässigen, wesensfesten Begleiter zuzulegen. Leider ist es in den wenigsten Fällen der Fall, daß der Vater der Welpen auch beim Züchter anzutreffen ist. In der Regel informiert der Züchter aber ausführlich über die Eigenschaften des Rüden.
Die Aufzucht der Welpen und der Umgang mit ihnen ist natürlich ein weiterer Hauptfaktor.
Jeder Züchter, der auf sich hält hat eine gepflegte Kinderstube vorzuweisen.
Die Welpen sollten stets zutraulich und freundlich auf Besucher reagieren. Sie sollten auf keinen Fall einen ängstlichen, scheuen Eindruck machen. An dem Verhalten der Welpen läßt sich schon recht gut erkennen ob sie Zuwendung und Prägung in dem Maße erhalten, das notwendig ist. Gerade die Prägung der Welpen auf ihre zukünftige Umwelt ist sehr wichtig. Diese Prägung im jüngsten Welpenalter ist sehr zeitaufwendig und erfordert viel Hingabe, Liebe und Geduld vom Züchter. Hat der Züchter aber sein Bestes für die Prägung der Welpen während der Zeit in der sie bei ihm aufwachsen getan, so wird dieses von unschätzbarem Nutzen für den zukünftigen Besitzer sein.
Der Züchter hat zum Beispiel die Möglichkeit durch einen gut geplanten Welpenspielplatz diesen zur Entdeckung seiner Umwelt zu animieren. Umweltreize sind sehr wichtig. Je mehr ein Welpe schon im jüngsten Alter gesehen und gehört hat, desto weniger belastet ihn, was er nach seinem Umzug ins neue Heim alles sehen und hören wird.
Möglichst viel Kontakt zum Menschen, das ist auch ein Punkt der sehr wichtig für die Prägung des Welpen ist. Ein Welpe sollte so viel wie möglich Kontakt zu seinen Mitwesen haben. Erwachsene, Kinder mit ihrem ungestümen Wesen, Katzen und andersartige Tiere. Es ist nur von Vorteil, lernt der Welpe möglichst früh viel davon kennen. Den Welpen merkt man direkt an ob der Züchter sich in diesen Punkten ausreichende Mühe gegeben hat. Den sorgfältig geprägten Welpen sollte Besuch stets eine willkommene Abwechslung sein über die er sich freut und die er neugierig begutachtet.
Einen guten Allgemeinzustand, gute Pflege und gutes Futter sieht man den Welpen direkt an, welche dann glänzen wie die Marzipanschweinchen und vor Lebensfreude sprühen.
Bei der Abgabe sollte der Welpe mehrmals entwurmt sein. Ein ausreichender Impfschutz ist auch eine Selbstverständlichkeit.
Einem guten Züchter liegt auch an der weiteren Zukunft seiner Welpen. Er wird darum auch seinerseits Fragen stellen um zu erfahren, wie man zu dem zukünftigen Familienzuwachs steht. Solchem " Ausfragen " gegenüber sollte man als seriöser Welpeninteressent aufgeschlossen und bereitwillig gegenüber stehen. Der Züchter fragt ja nur um "seinen " Babys ein möglichst schönes Hundeleben zu ermöglichen.
So wird der Züchter in der Regel auch einiges an Informationsmaterial und Tips, sowie einen Plan für die weitere Gesundheitsvorsorge mitgeben.
Für den pflichtbewußten Züchter ist mit dem Verkauf der Welpen seine Schuldigkeit noch lange nicht getan. Auch weiterhin wird er ein offenes Ohr haben und jederzeit mit Rat und Tat zur Verfügung stehen.
Nicht zuletzt spielt auch einfach das "gute Gefühl" eine Rolle. Sowohl von Seiten des Welpenkäufers , als auch von der Seite des Züchters aus.
Auf jeden Fall gilt Augen auf, beim Welpenkauf. Informiert man sich vor dem Kauf gut, so wird man sich später an einem wesensfesten, zuverlässigen Begleiter erfreuen können.